Château Disney
Nachdem wir uns an den unansehnlichen Draht- und Stabmattenzäunen des ersten Grundstücks vorbeigearbeitet hatten, landeten wir endlich voller Vorfreude auf dem zweiten eingezäunten Waldgrundstück. Das Ziel war greifbar nahe und wir dachten nur: „Yes, wir haben es gleich geschafft!“
Doch die gute Stimmung hielt nicht lange an. Erst hörten wir einen Hund, weit weg, dann einen zweiten, weit weg. Das Gebell kam aber rasant, schnell näher und hörte sich definitiv nicht nach verkuscheltem Labrador an. Als das aggressive Kläffen gefährlich nah rückte, gab es kein Zögern mehr: Den Baumstamm, den wir auf dem Hinweg noch vorsichtig überquerten, überflogen wir auf dem Rückweg fast im Tiefflug.
Gebissen werden wollte keiner von uns; das einzige Ziel war nur noch, so schnell wie möglich raus aus dem Territorium zu kommen. Wir haben es diesmal zwar nicht ins Château geschafft, waren aber am Ende heilfroh, wieder am Auto zu sein. Die Bilanz des Tages: Ein neuer Rekord im Hindernislauf und ein dekorativer Riss im T-Shirt meines Freundes als offizielles Flucht-Souvenir.