Timeline
#087
Das geräumte Protestcamp
Wir standen heute am Ende einer alten Landstraße. Hinter uns das Grün des angrenzenden Waldes, vor uns die schreiende Stille eines Geisterdorfes. Es ist eine bittere Ironie: Der Wald bleibt, doch das Dorf stirbt.
#086
Die alte Freilichtbühne
Kalter Nebelrauch kriecht durch die Schlucht, während unter unseren Füßen nur das spröde Knistern vertrockneter Blätter die absolute Stille durchbricht. Hier ruht die 1939 aus Klinker gebrannte Bühne, deren Sitzreihen heute unter einer schweren Schicht aus dunklem Laub verborgen liegen – ein Relikt, das längst eins mit dem Wald geworden ist.
#085
Verlassene Pharmafabrik
Ein Hauch von Medizingeschichte: Das Geheimnis unter der Treppe Manchmal offenbart sich die wahre Geschichte eines Ortes erst auf den zweiten Blick. Tief im Inneren dieses verlassenen Industriekomplexes stießen wir auf ein Detail, das die Jahrzehnte fast unbeschadet überdauert hat: Eine alte Wandaufschrift, verborgen im Schatten einer Treppenanlage. Ein Relikt der Schmerzlinderung Die verblassten Lettern markieren den Ursprung einer medizinischen Revolution.
#084
Das verlassene Kieswerk
Entschlossen betraten wir das riesige Areal, und sofort hüllte uns eine tiefe Stille ein. Seit der Eröffnung 1960 wurde hier massiv gearbeitet, heute regiert die Natur. Während wir zwischen den alten Aufbereitungsanlagen standen, brach die Sonne mystisch durch die Stahlgerüste und ließ den Staub glitzern – ein Moment, der die Zeit für uns kurz einfrieren ließ.
#083
Die Schulheim Ruine
Hinter den verwitterten Mauern dieses Gebäudes verbirgt sich eine düstere Chronik, die wir bei unserem Besuch hautnah entdecken durften. Es war ein ungemütlicher Tag; der Wind pfiff durch die leeren Fensterhöhlen und sorgte für eine zugige, fast geisterhafte Atmosphäre.
#082
Verfallener Verladebahnhof
Wo heute Stille herrscht, war ab 1901 ein logistisches Drehkreuz. Über 70 Jahre lang blieb der Verladebahnhof in Betrieb, bis 1974 endgültig die Lichter ausgingen. Nur zwei Jahre später war fast alles dem Erdboden gleichgemacht – doch ganz verschwunden ist die Geschichte hier nicht.
#081
Das Millionengrab
1995 startete das Projekt „Seniorenresidenz“ als 40-Millionen-Mark-Versprechen. Ein modernes Zuhause mit Café, Supermarkt und Arztpraxis sollte hier entstehen. Doch was nach 18 Monaten bezugsfertig sein sollte, wurde zu einem Albtraum aus Beton. Nach Bauverzögerungen und dem Rückzug der Investoren folgte 2003 die endgültige Insolvenz.
#080
Verlassener Tierpark
Zwischen 1972 und 1998 war dieser Tierpark berühmt für seine Bärenzucht. Doch die Fassade war verlogen: Im Eingangsbereich wurden die Jungen medienwirksam mit der Nuckelflasche gefüttert, nur um sie kurz darauf gewinnbringend zu verkaufen. Nachdem 1993 ans Licht kam, dass Tiere sogar an Schlachter abgegeben wurden, folgte 1998 die endgültige Schließung – die letzten sieben Bären waren laut Veterinäramt in einem erbärmlichen Zustand und völlig verhaltensgestört.
#079
Industriebrache
Da wir heute in der Nähe waren, haben wir bei der ehemaligen Rheinischen Strohzellstoff AG ganz entspannt vorbeigeschaut. Der Ort ist als Lost Place eher klein und überschaubar, deshalb hielt unsere Entdeckungstour auch nicht allzu lange an – aber gelohnt hat es sich trotzdem.
#078
Die alte Junkersmühle
Man merkt sofort, dass die Junkersmühle mal ein richtig belebter Ort war. Früher drehte sich hier ein Wasserrad, später wurde alles zur Pension mit Gasthaus umgebaut – inklusive Kegelbahn und Schwimmbad. Ein richtiges Ausflugsziel eben. Doch wenn man heute über dieses Fleckchen Erde geht, ist von dieser Idylle nichts mehr übrig.
#077
Marien Haus Alf
Vom Parkplatz aus hatten wir an diesem Tag einen wunderbaren Blick auf das Marienhaus – ein imposanter Anblick, dem man sein Schicksal aus der Ferne kaum ansieht. Mit einem raschen Überqueren der gut befahrenen Straße waren wir auch schon schnell im Objekt.
#076
Die alte Federballfabrik
Gegründet im Jahr 1924, war diese Metall- und Kunststoffwarenfabrik einst ein Ort voller Leben. Besonders in den 1950er Jahren flogen hier die Ideen tief: Die Fabrik war bekannt für ihre beliebten Federbälle und kompletten Spielsets. Doch irgendwann verstummten die Maschinen. Offiziell gelöscht wurde die Firma erst am 25. Oktober 2013, nachdem die kleine Fertigung dem Druck der Großindustrie nicht mehr standhalten konnte.
#075
Das verlassene Anwesen
Stell dir vor, du bist im Ausland unterwegs, fährst eine ganz normale Durchgangsstraße entlang und plötzlich taucht dieses gewaltige Anwesen vor dir auf. Ein absoluter Magnet für uns, aber die Sache hatte einen Haken: Die Lage war extrem einsichtig. Heimlich auf das Gelände zu kommen, ohne dass die Nachbarschaft sofort Alarm schlägt, war eine echte Herausforderung.
#074
Das verfallene Herrenhaus
Die Wurzeln dieses Anwesens reichen weit zurück: Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Herrensitz errichtet. Der Weg dorthin war gar nicht so leicht zu finden. Zuerst entdeckten wir keinerlei Parkmöglichkeit, erst beim nochmaligen Vorbeifahren erblickten wir schließlich die Einfahrtsschneise mit einer Schranke – unser Parkplatz. Begrüßt wurden wir standesgemäß vom lautstarken Gebelle des Nachbarshundes.
#073
Die verlassene Bergbausiedlung
Als die Mine im Jahr 1925 eröffnet wurde, galt sie als technisches Wunderwerk. Mit ihren zwei 480 Meter tiefen Bergbauschächten war sie die modernste Anlage ihrer Zeit – ein stolzes Zentrum der Industrie, um das herum ganze Wohnsiedlungen entstanden. Doch der Fortschritt forderte einen grausamen Tribut: 197 Menschen ließen über die Jahrzehnte in der Tiefe dieser Schächte ihr Leben.
#072
Der alte Campingplatz
1967 eröffnet, entwickelte sich dieser Campingplatz schnell zu einem gefragten Anlaufpunkt. Das Areal bot ein umfassendes Angebot: Neben dem eigentlichen Platz gab es ein Motel, ein Restaurant sowie eine Autowaschanlage und eine Kfz-Werkstatt. Es war ein Ort, der ganz auf die Bedürfnisse von Reisenden und ihren Fahrzeugen zugeschnitten war.
#071
Friedhof der Lokomotiven
Im frühen 20. Jahrhundert verkörperten Dampfloks die industrielle Macht. Sie dominierten den Schienenverkehr, bis Diesel- und Elektrolokomotiven sie verdrängten. Technisch überholt, verloren die Maschinen ihren Nutzen und wurden nach und nach ausgemustert.
#070
Der alte Nato-Bunker
Zwischen 1937 und 1940 im Auftrag der Wehrmacht errichtet, diente dieser massive Bunkerkomplex zunächst als Lager für Flugabwehrmunition. Die strategische Bedeutung der Anlage wuchs gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, als 1944 das Oberkommando West hier einzog.
#069
Der alte Ritterkeller
Die Ursprünge dieses Ortes reichen bis ins Jahr 1739 zurück, als die kaiserliche Posthalterei mitsamt dem markanten Ritterkeller errichtet wurde. Über ein Jahrhundert lang war das Anwesen ein zentraler Knotenpunkt. In der Blütezeit um 1780 herrschte hier reger Betrieb: Bis zu 50 Pferde waren in den Ställen untergebracht, um den Fluss der Postkutschen zu gewährleisten.
#068
Altes Wasserwerk
Still am Waldrand, etwas abseits und eingewachsen liegt das alte Wasserwerk. Es ist einer dieser Orte, die die Natur umschließt, während die Technik im Inneren ruht. Wann genau die Pumpen hier endgültig abgestellt wurden, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.
#067
Die verlassene Winzervilla
Im Jahr 1962 erbaut, war diese Villa einst der Stolz eines Winzers. Das Anwesen wurde für das Leben und den Genuss entworfen: Ein Schwimmbad, eine Sauna, ein rustikaler Partyraum und natürlich ein eigener Weinkeller gehörten dazu. Sogar ein Grillplatz im Außenbereich war vorhanden – alles perfekt ausgerichtet auf Geselligkeit.
#066
Giftige Müllverbrennung
Bei unserer Recherche stießen wir auf dieses Ende der 80er-Jahre stillgelegte Gelände, das eine düstere Vergangenheit birgt. Hinter den Zäunen kamen Schlagzeilen ans Licht, die man hier kaum vermutet hätte: Die Rede war von „dunklen Müllgeschäften“ und einer massiven Bodenverseuchung durch die damalige Betreiberfirma.
#065
Das alte Hallenbad
Erbaut im Jahr 1974, war dieses Hallenbad über Jahrzehnte hinweg ein Ort für Sport und Erholung. Die Wende kam im Jahr 2020: Wegen der Corona-Pandemie wurde der Betrieb vorübergehend eingestellt. Man nutzte die Zeit sogar noch für kleinere Schönheitsreparaturen, in der Hoffnung, bald wieder öffnen zu können.
#064
Der Waggon Friedhof
In einem zum Teil verlassenen Bergwerk verbirgt sich ein beeindruckender Waggon-Friedhof. Das Gelände war bis Ende der 90er-Jahre in vollem Betrieb, bevor die Stille einkehrte. Während die eine Seite des Areals heute als Museum gepflegt wird, wurde der andere Teil sich selbst überlassen. Dort findet sich alles, was einst auf Schienen unterwegs war: Von alten Tankwagen bis hin zu Personenwaggons wurde das gesamte Rollmaterial einfach zurückgelassen.
#063
IBM-Klub Freizeitgelände
Wer würde hier, so herrlich außerhalb gelegen, nicht wohnen wollen? Das Grundstück ist weitläufig, das Gebäude wurde imposant mittig platziert. Dieses in den 70ern erbaute Freizeitgelände des IBM-Klubs bot einst alles, was das Herz begehrte: zwei Sportplätze, eine Minigolfanlage sowie mehrere Bowling- und Kegelbahnen. Seit wann genau hier die Stille eingekehrt ist, lässt sich schwer sagen. Aktuell scheint die Zukunft des Areals in der Schwebe zu liegen, da sich der neue Eigentümer mit der Gemeinde über die weitere Nutzung streitet.
#062
Verlassenes Sozialkaufhaus
Das Sozialkaufhaus fand sein Zuhause in den weitläufigen Hallen einer ehemaligen Schuhfabrik. Wo einst Leder verarbeitet wurde, gab es später Möbel, Elektroartikel und alles für den täglichen Bedarf. Nachdem der Räumungsverkauf abgeschlossen war, blieben nur die Reste zurück, die sich nicht mehr zu Geld machen ließen.
#061
Die vergessene Bahnlinie
Manchmal beginnt eine Entdeckung ganz entspannt mit einem Spaziergang durch die ruhige Natur, bis man plötzlich auf die Überreste eines längst abgeschlossenen Kapitels stößt: eine vergessene Bahnlinie.
#060
SEG Betriebswerkstatt
Bereits 1886 nahm hier alles seinen Anfang: Die SEG-Betriebswerkstatt wurde mit einem Lokomotivschuppen und einem markanten Wasserturm errichtet. 1930 folgte die Erweiterung um einen Triebwagenschuppen, doch in den 1970er-Jahren kam das endgültige Aus. Seit der Stilllegung stehen die Gebäude leer, während der Verfall weit fortgeschritten ist.
#059
Das Verlassenes Haus
Ganz am Ende einer unscheinbaren Sackgasse liegt dieses verlassene Wohnhaus. Wann genau es verlassen wurde, ließ sich nicht feststellen, doch die letzte dort gefundene Zeitung stammt aus dem Jahr 1988. Von Fotos und Kleidung bis hin zu persönlichen Unterlagen wurde alles zurückgelassen. Ein seltener Glücksfall: Das Haus blieb bisher komplett von Vandalismus und Graffiti verschont.
#058
Landgasthaus (Frank Rosin)
Direkt an einem See gelegen und mit einer idyllischen Alleinlage gesegnet, hätte dieses Landgasthaus eigentlich eine Goldgrube sein können. Die Lage fühlt sich fast nach Urlaub an. Doch das enorme Potenzial wurde nie ausgeschöpft. 2017 versuchte TV-Koch Frank Rosin noch zu retten, was zu retten war, doch die Realität vor Ort ließ ihn fassungslos zurück. Mangelnde Struktur und hohe Schulden ließen am Ende nur eine Option: die Schließung.
#057
Raiffeisen-Niederlassung
Abgelegen und tief im Wald versteckt liegt diese ehemalige Raiffeisen-Niederlassung, die 2016 ihre Tore schloss. Beim Überqueren des Zauns spürten wir sofort die tiefe Leere, die nun über dem Gelände liegt. Kameras suchten wir vergeblich, stattdessen begrüßte uns eine handschriftliche Mitteilung: Man solle sich doch bitte eine andere Freizeitbeschäftigung suchen, da es hier gefährlich, unhygienisch und zudem Hausfriedensbruch sei.
#056
Heil- und Pflegeanstalt
Gut ausgerüstet und in friedlicher Atmosphäre betreten wir dieses verwaiste Areal, dessen Geschichte alles andere als friedlich ist. 1897 wurden hier die ersten Patienten mit psychischen Leiden aufgenommen. Damals war die Einrichtung eine streng hierarchisch geführte Anstalt, in der Disziplinierung an oberster Stelle stand – Therapie war ein Fremdwort. Besonders dunkel ist das Kapitel zwischen 1940 und 1945, als die Anstalt in die systematische Euthanasie einbezogen wurde. Ab 1947 nutzte man die Gebäude schließlich als Kindersanatorium.
#055
Alter Mineralbrunnen
Über viele Jahre wurde hier Quellwasser einer bekannten Marke in Flaschen abgefüllt. Doch die Anlage ist sichtlich in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Betrieb. Während das Wasser weiterhin als Tafelwasser angeboten wird, sollen das Areal und die Gebäude nach dem Willen der Besitzer renaturiert werden.
#054
US Army Kaserne Teil 2
Mit einer Fläche von rund 75 Hektar war dieses Areal einst ein riesiger, autarker Komplex. Das Gelände beherbergte alles, was für den Betrieb nötig war: von Wohn-, Versorgungs- und Verwaltungsgebäuden über Sportanlagen bis hin zu hochspezialisierten militärischen Einrichtungen. Heute liegt die weitläufige Anlage verwaist da, auch wenn sie zum Teil noch immer überwacht und gegen Eindringlinge gesichert wird.
#053
US Army Kaserne Teil 1
Von 1953 bis Ende 2009 war dieses weitläufige Areal eine feste Basis der US-amerikanischen Streitkräfte. Über Jahrzehnte hinweg war die Kaserne ein kleiner, eigenständiger Mikrokosmos, doch seit dem Abzug der Truppen herrscht hier Stillstand.
#052
Alter Bahnhof
Ein sonniger Tag, die Stimmung war bestens – und dann die Belohnung: Endstation. Los geht’s! Dieser Bahnhof wurde bereits 1870 erbaut, doch seit 1966 ruht der Verkehr auf der stillgelegten Bahnlinie. Heute erinnern nur noch die verbliebenen Mauerwerke und alte Schienenstränge an die einstige Zeit. Unter den Anwohnern hält sich hartnäckig das Gerücht, man könne hier auch heute noch gelegentlich die Echos von Geisterzügen hören.
#051
Die alte Schuhfabrik
Die Geschichte dieses Ortes begann bereits 1891 mit dem Schuhmacher Wilhelm Servas. 1966 wurde hier eine Tochtergesellschaft der Servas Schuhfabriken gegründet, doch der globale Wandel forderte seinen Tribut: Die Produktion wurde erst nach Portugal, dann nach Asien verlagert, bis die Herstellung 1992 endgültig eingestellt wurde.
#050
Altes Klärwerk
Inmitten einer dichten Waldkulisse liegt dieses Klärwerk, das offensichtlich im Jahr 2010 stillgelegt wurde. Wie so oft bei verlassenen Orten scheint die Zeit beim Verlassen eingefroren zu sein: Von Unterlagen und privaten Dingen über Chemikalien bis hin zu schweren Maschinen und Werkzeugen wurde hier alles zurückgelassen.
#049
Das alte Freibad
Erinnerst du dich noch an die Schwimmbadbesuche deiner Kindheit? An den unverwechselbaren Geruch von Pommes, die im Freibad irgendwie immer besser schmeckten als überall sonst? Genau dieses Gefühl von Nostalgie begleitete uns beim Besuch dieses Waldfreibads. Mitten im Grünen gelegen, bot es einst alles, was einen Sommertag perfekt machte: Planschbecken, Schwimmerbecken mit Sprunganlage, eine Rutschbahn und eine große Liegewiese mit Café.
#048
Verlassene Klosterschule
Dieses geschichtsträchtige Anwesen blickt auf eine beeindruckende Historie zurück: Schon seit 1658 bestand hier eine Kapelle, an die 1840 Wohn- und Wirtschaftsgebäude, eine Mühle sowie eine Brennerei angebaut wurden. Seine letzte Erweiterung erfuhr der Komplex im Jahr 1931. Ein besonderes Geheimnis verbirgt sich unter dem Innenhof: ein weitläufiger Felsenkeller.
#047
U-Verlagerung
Was 1891 als Kalkgrube auf 23.000 m² begann, wurde im Zweiten Weltkrieg zu einem massiven unterirdischen Rüstungsstandort. In dieser U-Verlagerung mit 10.000 m² Nutzfläche sollten Zahnräder und Getriebe für Panzer der Firma Renk produziert werden – geschützt vor Bombenangriffen in Stollen, die kilometerweit in den Berg führen.
#046
Die alte Kapelle
Es ist ein herrlicher Moment, wenn das Herz plötzlich höherspringt, weil man ein Gebäude entdeckt, dessen Inneres noch vollkommen erhalten ist. Diese alte Kapelle steht nun schon seit Jahren ungenutzt leer, doch wie durch ein Wunder blieb sie bisher von starkem Vandalismus und Zerstörung verschont.
#045
Verlassenes Thermalbad
Wahre Ruhe ist der Luxus unserer Zeit – und genau so war es in diesem Thermalbad ursprünglich auch angedacht. Doch seit 2011 herrscht hier eine ganz andere Art von Stille. Wegen Mängeln an der Filteranlage und unbezahlten Wasserrechnungen wurde der Betrieb eingestellt. Obwohl eine Neueröffnung immer wieder im Gespräch war, steht sie bis heute aus.
#044
Das Wellnesshotel
Wahre Abenteuer erlebt man erst durch die Menschen, mit denen man sie teilt. Wir haben ineinander die perfekte Begleitung gefunden und sind als Team so fest zusammengeschweißt, dass sich selbst der entlegenste Lost Place wie ein vertrautes Stück Zuhause anfühlt. Es sind genau diese Momente, die unsere Touren zu weit mehr als nur Besichtigungen machen. Eines dieser Abenteuer führte uns in ein Wellnesshotel, das bereits 2010 geschlossen wurde. Nach einem langwierigen Streit zwischen dem Besitzer und der Gemeinde wartet das Haus nun schon seit 13 Jahren vergeblich auf seine Wiedereröffnung.
#043
Das verlassene Krankenhaus
Was für ein fabelhafter Start in den Tag! Mitten im Ort stießen wir auf dieses Krankenhaus, das Anfang 2016 Insolvenz anmelden musste. Seit Juli desselben Jahres sind die Türen geschlossen, doch im Inneren blieb fast die gesamte Einrichtung zurück: Medizintechnik, Medikamente, die Küche und sogar Patientenakten. Hochmotiviert starteten wir unsere Erkundung über den Kellereingang.
#042
Verlassene U-Bahn Linie
Ein kleiner, enger Kabelschacht ist das Tor zu einer Welt, von der die Menschen oben im Alltagstrubel nichts ahnen. Während über uns alle durch ihr Leben hetzen, erkunden wir geheimnisvoll ein unterirdisches Netz, in dem 2008 die letzte Bahn fuhr. Über mehrere hundert Meter ziehen sich die verlassenen Gleise durch die absolute Dunkelheit. Das Kuriose: Es gibt zwei komplette U-Bahnhöfe, aber keine Bahn mehr – ein Ort, der die Logik außer Kraft setzt.
#041
Das Hotel
Ein verlassenes Hotel, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Beim Blick durch die Fenster traut man seinen Augen kaum: Alles ist noch an seinem Platz, die Einrichtung ist tadellos und es wirkt fast so, als würde das Haus morgen früh ganz regulär seine Türen wieder für Gäste öffnen. Als wäre das Personal nur kurz in die Mittagspause verschwunden.
#040
Abgesicherter Paar Club
Manche Orte verraten schon durch ihre Absicherung, dass hier früher Diskretion das oberste Gebot war. Dieser verlassene Paar-Club ist ein wahres Fort Knox, extrem mit Stacheldraht gesichert. Auf dem Gelände standen den Gästen offenbar die unterschiedlichsten Rückzugsorte zur Verfügung: Ein Wohnwagen, ein ausgebauter Bus, Zelte, eine Bar und etliche Zimmer zeugen von den vielfältigen Angeboten für die Clubmitglieder.
#039
Ein Lager im Wald
Im Wald versteckt stießen wir auf dieses Lager. Es ist kein Ort voller prunkvoller Einrichtung oder großer Schätze – der Inhalt ist überschaubar und die Natur holt sich das Gelände langsam zurück. Doch man spürt sofort: Dieser Ort war einmal ein Zufluchtsort abseits der Zivilisation.
#038
Die verlassene Reithalle
Wo früher das Schnauben der Pferde und das Klappern von Hufen den Alltag bestimmten, herrscht heute eine fast ehrfürchtige Stille. Der 2017 pleitegegangene Reiterbund hinterließ eine weitläufige Reithalle und dazugehörige Stallungen, die nun dem Verfall preisgegeben sind.
#037
Die alte Radrennbahn
Ein Ort mit bewegter Geschichte: Bereits im Juli 1935 eröffnet, atmet dieses Gelände die Historie vergangener Jahrzehnte. Nachdem die Anlage Mitte der 90er stillgelegt wurde, übernahm der Reiterbund als Pächter die Stallungen – doch seit dessen Insolvenz im Jahr 2017 ist das Gelände endgültig aus der Zeit gefallen.
#036
Das verlassene Kloster
Ein Ort der Einkehr und Architektur: Das Kloster wurde 1928 im Stil eines schlichten Abstraktions-Historismus errichtet und strahlt trotz seines Leerstands eine beeindruckende Ruhe aus. Nachdem die Ordensgemeinschaft das Kloster 2011 verlassen hat, steht die Zeit hinter den schweren Mauern still.
#035
Die alte Heilanstalt
Von 1929 bis 1978 dienten die Gebäude als Heilanstalt für Tuberkulose-Kranke, bevor sie bis zuletzt als Seniorenstift genutzt wurden. Nach dessen Schließung im Jahr 2023 ist die Zukunft der Anlage völlig ungewiss.
#034
Wohnheim mit Kapelle
Direkt neben der ehemaligen Heilanstalt befindet sich dieses Gebäude, das ab 1929 als Schwesternwohnheim diente – inklusive einer kleinen, dazwischenliegenden Kapelle. Doch der Anblick, der sich uns heute bietet, ist schlichtweg erschütternd: Das Haus befindet sich in einem fortgeschrittenen Zustand der Vernachlässigung, hier rottet wirklich alles vor sich hin.
#033
Die Sprungschanze
Ein Ort, der einst von Energie und Jubel lebte: Die 1950 erbaute Schanze wurde über die Jahrzehnte hinweg – 1976, 1994, 2004 und 2008 – immer wieder umgebaut und modernisiert. Regelmäßige Wettkämpfe lockten Zuschauer an, und dank spezieller Bürstenmatten für den Sommerbetrieb war das charakteristische „Zischen“ der Skier hier das ganze Jahr über zu hören.
#032
Das alte Stellwerk
Ein architektonischer Blickfang in der Nähe von Kaiserslautern: Das 1938 in Betrieb genommene Stellwerk auf Höhe der Siedlung Eselsfürth spielt für den Bahnbetrieb schon lange keine Rolle mehr. Da der dortige Haltepunkt bereits vor Jahren für den Personenverkehr stillgelegt wurde, verlor auch das Stellwerk seine Funktion. Um diesen Ort zu erreichen, mussten wir einen eher unkonventionellen Weg über die Schienen in Kauf nehmen.
#031
Gruselhaus im Wald
Was für ein abenteuerlicher Zickzackkurs – ohne unsere festen Wanderschuhe wären wir im Wald wohl verloren gewesen. Nach ewigem Laufen tauchte sie schließlich wie ein Lichtblick am Horizont auf einer einsamen Wiese auf: eine einfache Waldhütte aus Kalksandstein und Holzschindeln. Doch das letzte Stück war tückisch. Ein aufgeweichter Boden und ein kleiner Bachlauf wurden uns zum Verhängnis: Wir landeten mitten in der Matsche.
#030
Stahlwerk im Abriss
Einst eines der größten Stahlwerke Europas, heute ein Schauplatz des Verschwindens. Wir kamen leider zu spät, um die Anlage noch in ihrer vollen, gewaltigen Pracht erleben zu können – der Abriss ist bereits in vollem Gange. Wo früher riesige Hallen den Horizont dominierten, wurde der Großteil bereits dem Erdboden gleichgemacht.
#029
Ein altes Umspannwerk
Dieses Umspannwerk gehört zu einem der ehemals größten Stahlwerke Europas. Da ein Großteil des Gesamtkomplexes bereits abgerissen wurde, war unsere Skepsis zunächst groß – zumal das Haupttor wie „Fort Knox“ abgeriegelt schien. Doch ein Umweg über einen entlegenen Feldweg und ein verlassener Parkplatz boten uns schließlich den unbeobachteten Zugang in diese beeindruckende industrielle Dimension.
#028
Schloss der Spalterei
Ein historisches Monument mit einer ungewöhnlichen Biografie: Dieses Schloss diente einst einem höchst industriellen Zweck – der Metallspaltung. Das massive Steinmauerwerk und die markanten Türmchen sollten ursprünglich wohl Stabilität und Tradition vermitteln, doch hinter der herrschaftlichen Fassade zog irgendwann die harte Arbeit mit Metall ein.
#027
Alter Steinbruch
In Sammlerkreisen ist dieser Ort unter einem markanten Namen bekannt: Wolfsmühle. Benannt nach der alten Mühle, die direkt an der Straße liegt, zeugt dieser Steinbruch von einer vergangenen Ära des Gesteinsabbaus. Obwohl der Bruch während seiner aktiven Betriebszeit als eher mineralienarm galt, hat er für uns heute eine ganz eigene, raue Ästhetik.
#026
Haus des Sprengmeisters
Nur etwa 100 Meter vom Steinbruch entfernt steht ein verlassenes Wohnhaus, in dem wohl einst der Sprengmeister lebte. Es ist faszinierend, wie nah er an seinem Arbeitsplatz wohnte – die Erschütterungen der täglichen Sprengungen müssen hier im Haus unmittelbar zu spüren gewesen sein.
#025
Der Tunnel
Mitten im dichten Wald verbirgt sich ein Relikt der alten Schienenwege: Ein 284 Meter langer Eisenbahntunnel. Er wurde im Jahr 1903 erbaut, doch schon seit 1961 rollt hier kein Zug mehr hindurch. Seit der Aufgabe der Strecke hat sich die Natur das Areal weitgehend zurückgeholt, was den Tunnel heute wie ein vergessenes Tor in eine andere Zeit wirken lässt.
#024
Wochenendhaus
Auf unserer Rückreise vom „Losten“ entdeckten wir abseits der Strecke noch ein kleines Highlight: Mitten im Wald versteckt steht eine verwahrloste Gartenlaube. Man muss schon genau hinschauen, um das alte Häuschen zwischen den Bäumen überhaupt noch zu erkennen.
#023
Schloss des Scheichs
Das im Jahr 1889 erbaute Schloss blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Nach langer privater Nutzung und einer Zeit als Hotel diente es zuletzt einem arabischen Investor als Sommerresidenz. Als wir dort ankamen, bot sich uns ein fast unwirklicher Anblick: Der strahlend blaue Himmel und das helle Sonnenlicht standen im harten Kontrast zu der zertrümmerten Eingangstür und dem völlig verwilderten Garten. Wir waren an diesem Tag nicht allein; im Inneren stießen wir auf eine andere Gruppe von Urbexern.
#022
Verlassener Bauernhof
Der Mittelhof blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück, die eng mit den großen Industriezweigen der Region verknüpft ist. Bis zum Jahr 2005 wurde der Gebäudekomplex noch von Mitarbeitern der Firma Südzucker bewohnt, bevor er in den Besitz der EnBW überging. Doch mit der Katastrophe von Fukushima und dem beschlossenen Ende der Kernkraft in Deutschland änderten sich die Pläne, und der Hof stand erneut zum Verkauf. Inzwischen befindet sich das unter Denkmalschutz stehende Areal im Besitz zweier Landwirte, deren Pläne für die Zukunft der Anlage jedoch unbekannt sind.
#021
Die alte Ziegelfabrik
Lost Places versprühen oft den unnachahmlichen Charme der Vergangenheit, doch sie sind ebenso faszinierend wie gefährlich. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist dieser Gebäudekomplex, dessen Anfänge bis in das Jahr 1889 zurückreichen. Schon von weitem konnten wir auf dem Brückenabschnitt den markanten Schornstein entdecken, der uns den Weg zum Ziel wies.
#020
Kalmenhof
Der Kalmenhof blickt auf eine zutiefst erschütternde Geschichte zurück. Ab 1933 wurde die ehemals private Einrichtung von den Nationalsozialisten gleichgeschaltet und in das grauenhafte Programm der „Euthanasie“ einbezogen. Schon der Weg dorthin löste bei uns ein tiefes Unbehagen aus. Das Krankenhaus liegt isoliert an einem Hang, als wollte man diesen Ort und seine Taten unbedingt aus dem Bewusstsein der Menschen tilgen.
#019
Westwall
Diesmal führt uns der Weg zu keinem typischen Lost Place im Sinne eines vergessenen Gebäudes, sondern direkt zu den massiven Relikten des Zweiten Weltkriegs. In Nordfrankreich, entlang des ehemaligen Westwalls, stießen wir auf schwere Bunkeranlagen und einen Panzer, der dort als stummer Zeuge der Geschichte verblieben ist.
#018
Das alte Zechengelände
Das Bergwerk Simon zählt zu den bedeutendsten Kohlebergwerken Lothringens und prägt bis heute das Bild der Gemeinde Forbach. Über 90 Jahre lang war dieser Ort ein Zentrum der Energie: Von 1907 bis zur Stilllegung im Jahr 1997 wurde hier in insgesamt fünf Schächten Kohle gefördert. Für uns war die Anlage ein herausragendes Beispiel für industrielle Prachtbauten, die nach ihrem Ende dem Verfall preisgegeben wurden. Besonders die Kombination aus monumentaler Architektur und der filigranen Technik der Schaltwarte macht diesen Ort zu einem Juwel für jeden Lost-Place-Fotografen.
#017
Die Papierfabrik
Einhundert Jahre lang wurde hier Papier produziert, doch seit der Pleite vor zwei Jahrzehnten steht alles still. Da der aktuelle Eigentümer die Gebäude ohne Sicherung stehen lässt, gleicht die Anlage heute einem ausgeweideten Industriedenkmal, in dem man den Zerfall förmlich greifen kann.
#016
Altes Waldhotel
Manchmal führt die Suche nach vergessenen Orten zu einem schockierenden Ergebnis. Dieses kleine Waldhotel, das mit seiner roten Fassade fast an ein skandinavisches Blockhaus erinnert, bietet heute ein Bild des Jammers. Wo man früher Gemütlichkeit und Naturidylle vermutete, herrscht nun eine tiefe, melancholische Endzeitstimmung.
#015
Das Mahnmal Oradur
Es gibt Orte, an denen die Zeit nicht einfach stehen geblieben ist, sondern gewaltsam angehalten wurde. Oradour-sur-Glane ist kein typischer Lost Place – es ist der Schauplatz eines der grausamsten Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs in Frankreich. Im Juni 1944 ermordeten Einheiten der Waffen-SS hier 642 wehrlose Zivilisten, darunter hunderte Frauen und Kinder, in einer als „Vergeltung“ getarnten Vernichtungsaktion.
#014
Château de Ferrières
Das zwischen 1775 und 1789 auf den Fundamenten einer noch älteren Festung errichtete Château de Ferrières liegt verborgen in der Gemeinde Sérignac. Dieses historische Steinensemble atmet Geschichte aus jedem Winkel, doch die „Eroberung“ dieses Ortes war alles andere als einfach.
#013
Das halbe Haus
Manchmal sind es die Zufallsfunde am Wegesrand, die am meisten beeindrucken. Unterwegs in der Region Nouvelle-Aquitaine ließen wir uns treiben – wer den Kopf frei bekommen will, sollte ihn schließlich mit viel Natur durchlüften. Eine weite Aussicht hilft oft, die nötige Erholung zu finden, doch unser Blick blieb an einem Gebäude hängen, das sich bereits im Stadium des Einsturzes befindet.
#012
Château Bertranon
Das Château Bertranon thront seit 1727 an einem Hang der Appellation Sainte-Croix-du-Mont. Entworfen von den renommierten Architekten Jean und Etienne Laclotte, blickt das Anwesen auf fast drei Jahrhunderte Weinbau zurück, der hier erst 2017 ein abruptes Ende fand.
#011
Westwall Bunker
Diesmal führt uns der Weg nicht zu einem typischen Lost Place. Der Atlantikwall war keine einzelne Ruine, sondern eine über 5.000 Kilometer lange Verteidigungslinie, die eine alliierte Invasion verhindern sollte. Die Anlage zog sich von Norwegen über Dänemark, Deutschland, die Niederlande und Belgien bis nach Frankreich an die spanische Grenze.
#010
Château Disney
Nachdem wir uns an den unansehnlichen Draht- und Stabmattenzäunen des ersten Grundstücks vorbeigearbeitet hatten, landeten wir endlich voller Vorfreude auf dem zweiten eingezäunten Waldgrundstück. Das Ziel war greifbar nahe und wir dachten nur: „Yes, wir haben es gleich geschafft!“
#009
Die Schleiferei
Die Achatschleife von 1850 steht seit Anfang der 2000er Jahre still. Schon der Weg dorthin war ein Erlebnis: Wir sind bei strahlendem Sonnenschein an der seichtesten Stelle über die Steine durch den glitzernden Fluss gewechselt. Danach der Gang durch das hohe Gras – wie bei Gladiator mit Maximus, die Hände über den Halmen, in völliger Stille.
#008
Das Schwimmbad
Wer alle Brücken abbricht, muss gut schwimmen können. Der Spruch hat bei diesem Ausflug leider genau ins Schwarze getroffen. Wir hatten uns das alte Schwimmbad vorgenommen, aber am Ende standen wir nur davor.
#007
Alte Villa
Der Einstieg war alles andere als diskret: Direkt von der Hauptstraße aus sind wir die Böschung runter auf das Grundstück gerutscht. Wir waren in diesem Moment völlig im Tunnel – fast schon naiv und voller Vorfreude sind wir durch das riesige Gartengrundstück gelaufen und haben uns durch nichts beirren lassen.
#006
Ein altes Hotel
Es lohnt sich für uns immer, Spuren der verlorenen Orte zu verfolgen. Über die Jahre entwickelte sich das Waldkurhaus zu einem beliebten Sommerausflugsziel und zum Hauptquartier des Tourismus. Es war eine Adresse für Eleganz und exquisite Atmosphäre – so sehr, dass 1961 sogar Konrad Adenauer hier übernachtete.
#005
Ausgetanzt
Dieser massive Komplex wirkte schon von außen wie ein tonnenschwerer Klotz. Wir haben uns durch die Hallen gearbeitet, in denen früher Ateliers, Werkstätten und eine Spielhalle untergebracht waren – heute steht hier alles komplett leer. Als wir leise in die obere Etage gelangten, hielten wir an einem alten Schild: Es markierte das Tanzstudio, das hier jahrelang der Mittelpunkt war, bevor endgültig Schluss war.
#004
Die alte Grube
Manchmal reicht schon der Blick aus der Ferne, um die einstige Größe zu begreifen. Das denkmalgeschützte ehemalige Mangan- und Dolomitenbergwerk ist durch seine spezielle Architektur ein echtes Unikat unter den Industriedenkmälern Deutschlands. Auch wenn das Gebäude früher sicher wunderschön war, ist der heutige Verfall unübersehbar und überaus deutlich.
#003
Altes Lehrerwohnheim
Manchmal ist es schwer zu ertragen, was aus geschichtsträchtigen Orten wird. Schon 1910 wurde beschlossen, dieses Lehrerwohnheim zu bauen; ein imposanter, fünfgeschossiger Bau mit Mansardenwalmdach und einem eigenen Park. Doch was wir vorfanden, hatte mit der einstigen Würde dieses Ortes nichts mehr zu tun.
#002
Transporter im Wald
Mitten im Nirgendwo, halb versunken im hohen Gras und umgeben von Gestrüpp, stießen wir auf diesen alten Transporter. Es war einer dieser Funde, mit denen man an so einem Ort gar nicht rechnet. Das Fahrzeug wirkte wie eine vergessene Zeitkapsel, die schon vor Jahrzehnten ihren Dienst quittiert hat.
#001
Das Kinderheim
Wir standen vor einem Ort, der auf eine interessante Geschichte zurückblickt. Jahrzehntelang wurde der Baumberger Hof von Reinhild Niehues geleitet, die für ihr enormes Engagement sogar 1987 das Bundesverdienstkreuz erhielt. Heute bröckelt die Fassade vor sich hin, die Balkone hängen voller Wildwuchs und die Fensterfronten oben sind nur noch dunkle Löcher. Man sieht sofort, dass hier schon ewig keiner mehr nach dem Rechten geschaut hat.