Die alte Freilichtbühne
Kalter Nebelrauch kriecht durch die Schlucht, während unter unseren Füßen nur das spröde Knistern vertrockneter Blätter die absolute Stille durchbricht. Hier ruht die 1939 aus Klinker gebrannte Bühne, deren Sitzreihen heute unter einer schweren Schicht aus dunklem Laub verborgen liegen – ein Relikt, das längst eins mit dem Wald geworden ist.
Es ist ein Ort, an dem der schwere Atem des Verfalls auf das pure Leben trifft; heute verkörpert durch eine kleine Urbex-Katze, die wie ein Schatten aus dem Grau schlüpfte, um das Eis mit leisem Schnurren zu brechen. Ein vergessenes Erbe, das sein Schweigen nur jenen schenkt, die die tiefe Ruhe unter den kahlen Kronen zu finden wissen.