Die verlassene Reithalle
Wo früher das Schnauben der Pferde und das Klappern von Hufen den Alltag bestimmten, herrscht heute eine fast ehrfürchtige Stille. Der 2017 pleitegegangene Reiterbund hinterließ eine weitläufige Reithalle und dazugehörige Stallungen, die nun dem Verfall preisgegeben sind.
Es ist ein seltsamer Anblick: Die Boxen sind leer und der Boden der Halle ist von einer unberührten Sandschicht bedeckt. Doch der Ort ist nicht ganz farblos geblieben – wir durften dort wunderschöne Graffitis entdecken, die den Wänden neues Leben einhauchen und einen faszinierenden Kontrast zur Einsamkeit der Anlage bilden. Man kann sich noch genau vorstellen, wie hier früher trainiert wurde, während heute die Kunst den verlassenen Raum für sich beansprucht. Ein Ort, der zeigt, wie schnell aus einem stolzen Verein ein Ort für neue, kreative Spuren werden kann.