Gruselhaus im Wald

 

Was für ein abenteuerlicher Zickzackkurs – ohne unsere festen Wanderschuhe wären wir im Wald wohl verloren gewesen. Nach ewigem Laufen tauchte sie schließlich wie ein Lichtblick am Horizont auf einer einsamen Wiese auf: eine einfache Waldhütte aus Kalksandstein und Holzschindeln. Doch das letzte Stück war tückisch. Ein aufgeweichter Boden und ein kleiner Bachlauf wurden uns zum Verhängnis: Wir landeten mitten in der Matsche.

Drinnen verwandelte sich der Lichtblick schnell in ein Szenario, das uns in jedem Raum ein unbehagliches Gefühl bescherte. Unerklärliche Luftzüge und Geräusche in den geschlossenen Zimmern ließen die Atmosphäre fast unheimlich wirken.

Der Anblick der Küche macht uns sprachlos: Ein Herd, der einst das Herz des Hauses war, dient nur noch als Ablage für Schutt. Das noch verschlossene Glas Champignons und die verstaubten Konservendosen auf der Arbeitsplatte wirken wie eine bloßgestellte Geborgenheit. Wir lassen das kleine Hüttchen in seiner Einsamkeit zurück – ein Ort, dessen letztes Kapitel zwar geschrieben, aber nie wirklich zugeschlagen wurde.