Haus des Sprengmeisters

 

Nur etwa 100 Meter vom Steinbruch entfernt steht ein verlassenes Wohnhaus, in dem wohl einst der Sprengmeister lebte. Es ist faszinierend, wie nah er an seinem Arbeitsplatz wohnte – die Erschütterungen der täglichen Sprengungen müssen hier im Haus unmittelbar zu spüren gewesen sein.

Beim Betreten der verlassenen Räume spürten wir sofort dieses typische „Lost-Place-Gefühl“. Es war eine Mischung aus Entspanntheit und einer leichten Melancholie, wenn man sieht, dass von einem langen, arbeitsreichen Leben nur noch eine hohle Hülle übrig ist. Wir standen in den kahlen Räumen und automatisch suchten unsere Augen nach Spuren der Einrichtung. Es war dieses ganz eigene Gefühl, die Leere mit den eigenen Gedanken zu füllen und sich auszumalen, wie hier nach der Schicht das Radio lief oder am Küchentisch gegessen wurde. So wurde für uns greifbar, wie hier einst der Staub des Steinbruchs abgeschüttelt und Feierabend gemacht wurde.