Industriebrache

 

Da wir heute in der Nähe waren, haben wir bei der ehemaligen Rheinischen Strohzellstoff AG ganz entspannt vorbeigeschaut. Der Ort ist als Lost Place eher klein und überschaubar, deshalb hielt unsere Entdeckungstour auch nicht allzu lange an – aber gelohnt hat es sich trotzdem.

Man muss sich mal vorstellen, dass hier ab 1878 eine der größten Strohzellstoff-Fabriken Westdeutschlands stand. In den 50er Jahren gab es hier eine echte Blütezeit mit einer Produktion von über 25.000 Tonnen Zellstoff im Jahr, bevor 1963 dann endgültig Schluss war.

Heute steht man auf einer riesigen, nackten Industriebrache, die fast so wirkt, als wäre sie einfach vom Erdboden verschluckt worden. Nur die alten Bahngleise, die noch immer tief im Boden stecken, führen einen zum letzten Giganten: dem Verladekran. Wenn man direkt unter diesem rostigen Stahlgerüst steht, merkt man erst, was hier früher für Dimensionen bewegt wurden. Auch wenn die Tour kurz war: Gerade dieser Kran ist ein verdammt starkes Motiv und macht den kleinen Ausflug echt rund.