Marien Haus Alf
Vom Parkplatz aus hatten wir an diesem Tag einen wunderbaren Blick auf das Marienhaus – ein imposanter Anblick, dem man sein Schicksal aus der Ferne kaum ansieht. Mit einem raschen Überqueren der gut befahrenen Straße waren wir auch schon schnell im Objekt.
Doch kaum steht man drin, ändert sich die Stimmung: Das Haus ist am Ende. 1907 als Krankenhaus und Kindergarten gestartet und ab den 70ern als Altenheim genutzt, ist von der damaligen Bestimmung heute kaum noch etwas zu spüren. Wann hier die letzte Tür ins Schloss fiel, lässt sich nur noch erahnen – fest steht nur: Das Gebäude stirbt vor sich hin.
Der Zustand vor Ort ist schlichtweg erbärmlich. Die Einsturzgefahr ist hier kein bloßes Warnschild, sondern bittere Realität. Zwischen dem ganzen Verfall führt ein Weg unter die Erde in ein altes Tunnelsystem.
Lange wird dieses Trümmer-Idyll nicht mehr existieren. Der Abriss steht kurz bevor und wird das Marienhaus endgültig von der Landkarte radieren. Wir haben die Gelegenheit genutzt, noch einmal einen Blick ins Innere zu werfen, bevor hier bald nur noch eine planierte Fläche an das einstige Marienhaus erinnert.