Raiffeisen-Niederlassung

 

Abgelegen und tief im Wald versteckt liegt diese ehemalige Raiffeisen-Niederlassung, die 2016 ihre Tore schloss. Beim Überqueren des Zauns spürten wir sofort die tiefe Leere, die nun über dem Gelände liegt. Kameras suchten wir vergeblich, stattdessen begrüßte uns eine handschriftliche Mitteilung: Man solle sich doch bitte eine andere Freizeitbeschäftigung suchen, da es hier gefährlich, unhygienisch und zudem Hausfriedensbruch sei.

Tja, dessen sind wir uns natürlich bewusst.

Trotz der Warnung vor Mäuse- und Rattenkot bot uns das Innere einen interessanten Einblick in vergangene Arbeitstage. Von Bestellunterlagen bis hin zu alten Rechnungen wurde hier, wie so oft, massenweise Papierkram zurückgelassen. Der Zustand ist nach all den Jahren erstaunlich akzeptabel und erfreulicherweise frei von Graffitis. Man kann sich noch gut vorstellen, wie die Arbeitsabläufe hier früher getaktet waren. Es bleibt jedoch unverständlich, warum manche Besucher dennoch ihre Zerstörungswut an solch geschichtsträchtigen Orten auslassen müssen. Wir jedenfalls verließen das Gelände mit guten Eindrücken und einer ordentlichen Portion Zufriedenheit.