Verlassenes Sozialkaufhaus
Das Sozialkaufhaus fand sein Zuhause in den weitläufigen Hallen einer ehemaligen Schuhfabrik. Wo einst Leder verarbeitet wurde, gab es später Möbel, Elektroartikel und alles für den täglichen Bedarf. Nachdem der Räumungsverkauf abgeschlossen war, blieben nur die Reste zurück, die sich nicht mehr zu Geld machen ließen.
Im Nachhinein war unser Besuch ein ziemlich lustiges Erlebnis. Zu sehen gab es zwar reichlich, allerdings wirkte vieles schon stark „runtergerockt“ – offensichtlich dient das Gebäude heute als idealer Treffpunkt zum Abhängen für Jugendliche. Der Einstieg war trotz der belebten Lage überraschend unkompliziert: einfach durch die offene Seitentür.
Als wir das Gebäude gerade wieder verlassen wollten, kam es zu einer netten Begegnung: Wir trafen auf drei Kinder, die genau in diesem Moment mutig genug waren, die Fabrik zu betreten. Beim Anblick von uns ergriffen sie erst einmal die Flucht. Wir konnten sie draußen jedoch zurückrufen, woraufhin sie uns neugierig nach dem Innenleben befragten. Rein gegangen sind sie danach wohl nicht mehr – was in solchen baufälligen Hallen sicher auch die bessere Entscheidung war.